Hindenburgstraße bleibt!

 

 

In Kiel wurde das Hindenburgufer bereits im Januar 2014 umbenannt. Lediglich der NPD-Politiker Hermann Gutsche, der für die WaKB in die Kieler Ratsversammlung gewählt wurde, fand in seiner Rede deutliche Worte und versuchte über die geschichtlichen Hintergründe der Person Hindenburg und die damaligen Verhältnisse in der Weimarer Republik aufzuklären. In einem Änderungsantrag forderte Gutsche eine Bürgerbefragung und damit mehr Basisdemokratie. Dieser Antrag wurde in der Kieler Ratsversammlung durch einen Trick in der Geschäftsordnung noch nicht einmal zur Abstimmung gestellt. Offenkundig wollte die Ratsversammlung nicht öffentlich dokumentieren, daß ihnen der Wille des Volkes in diesem Zusammenhang vollkommen gleichgültig ist.

 

In der Stadt Bad Oldesloe sah das anders aus. Hier gab es tatsächlich einen Bürgerentscheid zu diesem Thema. Und wenn man das Volk fragt, können auch Ergebnisse zustande kommen, die den Herrschenden so gar nicht gefallen. 85,5% stimmten für den Erhalt der Hindenburgstraße in Bad Oldesloe. Die Enttäuschung der örtlichen Gutmenschen ist deutlich zu vernehmen "Damals haben die Nazis die Straße nach ihm benannt, heute ist Hindenburg von den Oldesloern gewählt worden", machte die SPD-Politikerin Maria Herrmann ihrem Unmut Luft. „Wer Hindenburg wirklich war, wollten wohl viele nicht wissen.", so die SPD-Stadtverordnete weiter. Vielleicht haben sich viele Bürger auch tiefgehender mit der Person Hindenburg auseinandergesetzt, als die gute Frau Herrmann und sind zu der Erkenntnis gelangt, daß die Person Hindenburg eben kein Wegbereiter des Nationalsozialismus war. Besonders die SPD wäre gut beraten in diesem Zusammenhang etwas zurückhaltender zu agieren und besser vor der eigenen Haustür zu kehren. So unterstützten die Sozialdemokraten Hindenburg bei den Reichspräsidentschaftswahlen vom 10. April 1932 und gingen mit der Aussage „Schlagt Hitler. Deshalb: Wählt Hindenburg!“ in den Wahlkampf. Mit Erfolg, Hindenburg wurde bei dieser Wahl zum Reichspräsidenten gewählt. Obwohl die NSDAP bei den Reichstagswahlen bereits stärkste Partei war, versuchte Hindenburg noch lange, Adolf Hitler als Reichskanzler zu verhindern.

 

Doch für solche Argumente sind Maria Herrmann und Ihre Genossen nicht zugänglich. Hindenburg hat Adolf Hitler zum Reichskanzler ernannt und war daher Wegbereiter des Nationalsozialismus, so einfach ist das Geschichtsbild dieser Gutmenschen. Warum auch die Hintergründe beleuchten? Dabei könnten nur unangenehme Tatsachen ans Tageslicht kommen. Zum Glück hat sich eine deutliche Mehrheit der Bad Oldesloer nicht hinter das Licht führen lassen, und in diesem Zusammenhang vollkommen richtig entschieden.

 

Für uns Nationaldemokraten ist nicht nachvollziehbar, warum überhaupt nach so vielen Jahren Straßen umbenannt werden sollen, an deren Bezeichnung sich seit Jahrzehnten keiner störte. Neben einem verwaltungstechnischen Aufwand ist eine solche Umbenennung auch immer mit hohen Kosten für die Stadt verbunden. Wir hoffen, daß andere Städte und Gemeinden sich die Abstimmung in Bad Oldesloe zum Vorbild nehmen und zukünftig nicht über die Köpfe der Bevölkerung hinweg solche Entscheidungen eigenmächtig treffen.

 

 

Jörn Lemke

Stellv. NPD-Landesvorsitzender

Lübeck, den 08.07.2015

 

 

 

 

 




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