Atomkraft – Die unendliche Suche nach einem Endlager

 

 

Eigentlich möchte die Bundesregierung den hoch radioaktiven Atommüll ab 2050 in ein bis dahin zu errichtendes unterirdisches Endlager bringen lassen. Doch dieser Termin scheint nur zur Beruhigung der Bevölkerung im Raum zu stehen. Hinter vorgehaltenen Hand wissen Experten seit Jahren, daß dieser lediglich Wunschdenken der Politik ist. Jetzt bricht die schleswig-holsteinische Atomaufsichtsbehörde des grünen Kieler Umweltministers Robert Habeck das Schweigen. Man geht davon aus, daß die Brennstäbe erst zwischen 2080 und 2130 in ein neues Endlager kommen können, also in 60 bis 110 Jahren! So lange müssten sie in den Zwischenlagern bleiben und dadurch entstehen jetzt neue Probleme. Die Zwischenlager sind nur für 40 Jahre ausgelegt und genehmigt. (Krümmel bis 2046 und Brokdorf bis 2047) Brunsbüttel hat sogar gar keine Betriebserlaubnis mehr, weil das Oberverwaltungsgericht Schleswig es nicht für nachgewiesen hält, daß das Zwischenlager ausreichend vor Terrorangriffen geschützt ist. Trotzdem duldet Habeck den Weiterbetrieb ausnahmsweise, allerdings nur bis Januar. Bis dahin hofft Betreiber Vattenfall mit neuen Unterlagen zu einer neuen Genehmigung zu kommen.

Eine verantwortungslose Politik zu Lasten kommender Generationen und in Zeiten einer erhöhten Terrorgefahr auch eine akute Gefährdung für die Bevölkerung. Wie kann man jahrzehntelang Atomenergie nutzen und sogar als „Hochtechnologie“ bejubeln, wenn man noch nicht einmal einen Gedanken an eine sichere Endlagerung verschwendet hat. Erschwerend kommt hinzu, daß die Stromversorgung längst nicht mehr in staatlichen Händen liegt. Großkonzerne, wie E.on, Vattelfall, RWE und Enbw, als Betreiber der deutschen Atomkraftwerke, stecken sich hohe Gewinne in die Tasche, während kostenintensive Probleme, wie die sichere Endlagerung gerne an die Politik abgegeben werden.

Ab 2019 wird ausschließlich der Staat für die Zwischenlagerung verantwortlich sein und es zeichnet sich ab, daß die 24 Milliarden Euro, die von den AKW-Betreibern für die sichere Lagerung des Atommülls in einen staatlichen Fonds gezahlt wurden, nicht ausreichen werden. Die Rechnung zahlt am Ende der Staat und damit der Steuerzahler.

Wir Nationaldemokraten befürworten erneuerbare Energien, die ökologisch sinnvoll und für den Verbraucher bezahlbar sind, bei denen Deutschland weltweit mit führend ist. Die Entwicklung dieser Energiequellen hätte schon viel weiter sein können, wenn nicht die großen Energiekonzerne, um ihres Monopols willen, diese Entwicklung nach Kräften bremsen würden. Lobbyisten der Energiekonzerne haben einen großen Einfluß auf die bundesdeutsche Politik und sorgen u.a. durch Spenden dafür, daß die sogenannte „Energiewende“ nur halbherzig umgesetzt wird. Weiterhin läßt es die Politik zu, daß hier entwickelte Patente und Verfahren nach den „Gesetzen des Marktes“ in Billig-Lohn-Länder abwandern und somit die versprochenen neuen Arbeitsplätze in Deutschland vernichtet wurden und werden, wie jüngste Beispiele bei der Wind- und Solarenergie bewiesen haben.

 

 

  

 


 

Jörn Lemke

Stellv. NPD-Landesvorsitzender

Lübeck, den 20.10.2017

 




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