LNG-Terminal in Brunsbüttel?

In der Norddeutschen Rundschau vom 24.08.2018 wurde über die Einrichtung eines Flüssiggas-Terminals in Brunsbüttel berichtet und über die „großen Chancen“ die damit verbunden sein sollen. Aber, wie so oft, sind die Deutschen wieder nur die Getriebenen! Normalerweise können souveräne Länder selbst bestimmen wie sie ihren Energie-Mix gestalten und woher sie die Energie beziehen. In der BRD ist das etwas anders.

Die USA haben das Fracking-Verfahren in den letzten Jahren stark ausgebaut, vor allem in bisherigen Naturschutz-Gebieten wie Alaska. Während Obama noch Rücksicht auf solche Gebiete nahm, hat Trump alles über den Haufen geworfen und Fracking dort zugelassen. Damit sind die USA wieder zum größten Öl- und Gaslieferanten aufgestiegen. Das überschüssige Erdgas soll nun an uns verkauft werden. Deshalb haben die USA die Gaslieferungen über Nordstream 1 und geplant Nordstream 2 aus Rußland an die BRD gegeißelt! Nach Trump, wären die Deutschen zu abhängig vom russischen Gas und würden damit das „Putin-Regime“ finanziell unterstützen. Also tingelt Frau Merkel, brav wie sie ist, nach Georgien und Aserbeidschan, um nach alternativen Lieferwegen zu suchen. Da kommt Südstream in Frage und dann wäre die BRD von Ländern im Schwarzmeer-Raum abhängig z.B. Georgien, Türkei und Bulgarien

Alt-Bundeskanzler Gerhard Schröder hat -als eine der wenigen guten Entscheidungen- die Lieferung von Erdgas aus Rußland ausgehandelt und die Russen haben immer vertragstreu geliefert. Nordstream 2 ist schon beschlossene Sache und im Bau. Und jetzt kommt Trump, der einen weiteren „Deal“ zugunsten der USA machen und die künftige Lieferung aus Rußland sabotieren will, notfalls mit Boycott-Maßnahmen. Dahinter stehen dann auch noch die russo-phoben Länder wie Polen und die Ukraine. Die bisherigen Milliarden-Investitionen von Gasprom und Winterschall können gern versenkt werden. Es ist zu befürchten, dass die Bundesregierung einknickt. Aber, wie ökologisch ist es, Erdgas durch Fracking zu gewinnen, es zu komprimieren und dann über den Atlantik nach Brunsbüttel zu transportieren? Umweltzerstörung in Alaska und bei uns alles sauber! So läuft es auch beim Export unseres Elektro-Schrotts. Alles in Container und ab nach Afrika, oder der Plastikmüll, der nach China geht.

Wie sieht es mit den Gefahren von Flüssiggas aus? Flüssiggas ist hochexplosiv! Die etwas saubere Luft in Hamburg und die wenigen Arbeitsplätze in Brunsbüttel sind dagegen nur vorgeschobene Argumente!

 

Ingo Stawitz

NPD-Landesvorsitzender

Lübeck, den 10.09.2018

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