Bürgernähe geht anders, Herr Bergmann!
Der umstrittene Oberbürgermeister Bergmann gibt sich in der Öffentlichkeit gerne bürgernah. Er "sammelt Müll" im Stadtgebiet, lässt sich bei Gesprächen mit Gastronomen auf dem Großflecken ablichten oder tingelt für eine Corona-Impfkampagne durch ausländische Geschäfte und verteilt dort Aufrufe in 6 verschiedenen Sprachen. Bei allen Aktivitäten sind natürlich die lokalen Medien im Schlepptau.

Dinge, die nicht funktionieren und von der Bevölkerung kritisch betrachtet werden, wie die Terminvergabe im Bürgerbüro, erklärt er medienwirksam zu "Chefsache". Und weckt damit Erwartungen die er nicht erfüllen kann.

Doch wie verhält sich "unser" Bürgermeister, wenn er nicht grinsend in die Kameras der Lokalmedien blicken kann?

Ein Gespräch, welches wir mit einem Bürger führten und hier sinngemäß wiedergeben, lässt tief blicken. Demnach soll einem behinderten Mitbürger, der im Rathaus seinen Personalausweis abholen wollte, durch den Sicherheitsdienst der Zugang zu einer Behindertentoilette verweigert worden sein. Die Toiletten seien auf Geheiß des Bürgermeisters verschlossen und nur für Angestellte der Stadtverwaltung zugänglich, so der Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes. Der Bürger soll darauf hingewiesen haben, daß er aufgrund seiner Erkrankung auf sein Elektromobil angewiesen sei und wegen seiner Nierenerkrankung eine Blasenschwäche hätte, die einen Toilettenbesuch dringend erforderlich mache. Trotzdem soll ihm er Zugang verweigert worden sein und er wurde auf Toiletten im Kellergeschoß verwiesen (die jedoch wegen einer Stahltür für ihn nicht zugänglich waren).

Da er sich über diese Ignoranz im Umgang mit behinderten Menschen ärgerte, versuchte er später Herrn Bergmann telefonisch zu erreich, um sich zu beschweren. Nach mehreren Anrufen im Rathaus erhielt er tatsächlich einen Rückruf des Oberbürgermeisters, der sich, nach Aussage des betroffenen Bürgers, wenig verständnisvoll gezeigt haben soll. Er soll lediglich dazu geraten haben, eine schriftliche Beschwerde einzureichen, die dann bearbeitet würde.

Bürgernähe sieht anders aus, Herr Bergmann!

Wenn die Aussagen des betroffenen Bürgers stimmen, woran wir wenig Zweifel haben, ist es schon ein starkes Stück, einen behinderten Bürger derart abzuwimmeln. Ein bürgernaher Oberbürgermeister hätte auch diesen Sachverhalt zur "Chefsache" machen können, um zu klären, wie dort zukünftig Abhilfe geschaffen werden kann.

So könnte nun aber durchaus der Eindruck entstehen, daß für den Oberbürgermeister Bürgernähe und "Chefsachen" nur dann notwendig sind, wenn die Medien darüber berichten und sich der gute Herr Bergmann dabei ins rechte Licht rücken kann.











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